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Author's Chapter Notes:
Salome zieht Konsequenzen und Richard zieht den Schwanz ein








53.

Salome biss sich auf die Lippe, wie sollte sie ihm das nun sagen?

„Es tut mir so leid dich ausgenutzt zu haben. Ich wollte nicht, dass du dich unwohl fühlst.“ Brach es aus ihr heraus und er hastete auf sie zu, nahm sie in die Arme und wisperte:

„Es muss dir nicht leid tun, es tut mir leid. Ich hätte…“
„Es nicht genießen dürfen?“ Salome sah ihn schelmisch von der Seite an.

„Ja so ungefähr.“ Er senkte den Blick beschämt und sie küsste ihn leicht auf die Wange.

„Dann lass uns einfach überein kommen, dass es für uns beide schön und peinlich war.“

Sie biss in einen weiteren Keks, denn seinen Kopf im Mund zu haben war jetzt wirklich kein Problem mehr nach diesem Sündenfall.

„Ehm wenn du meinst…“ Er konnte sich kaum vorstellen, dass seine überaus unpassende Reaktion für sie schön gewesen war.

„Richard?“ Sie wartete bis er aufsah und hielt dann sein Kinn fest damit er ihr nicht ausweichen konnte.

„Hör auf dir darüber Gedanken zu machen, auch wenn du es nicht glaubst, diesen Unfall habe ich gesucht und gewollt. Ich habe mir nur vorzuwerfen, dass ich dich nicht um Erlaubnis gefragt habe aber ansonsten war alles genau so wie ich es mir erträumt hatte.

Hör mir gut zu, wenn ich sage, dass ich dich mag und dir vertraue dann meine ich das auch so wie ich es dir sage.

Das heute war für mich sehr wichtig, sehr wertvoll und ich freue mich darüber, dass du es warst, weil ich dich eben mag und weil du der absolut schönste Mann auf der Welt bist.“

Dann fügte sie leise hinzu: „Wirst du es Matthew sagen?“

Richard zuckte zurück.

„Nein natürlich nicht, was ginge das ihn denn an. Wirst du es denn Sue sagen?“

„Selbstverständlich.“ Sprach Salome als wäre das das natürlichste auf der Welt.

„Oder eher doch nicht weil sie dich dann sehen will und dann hält sie mich für eine geldgeile Schlampe.“ Salome lachte herzhaft und biss erneut in den Keks.

 

Richard erkannte mit endlosem Erstaunen, dass Salome sich tatsächlich freute und dass sie nicht bereute etwas derart Verderbtes getan zu haben.

„Wenn wir schon bei den überraschenden Geständnissen sind…Es war wirklich, wirklich schön, aber nächstes Mal warnst du mich vor, weil ich mir jede Sekunde gedacht habe, dass du nicht weiter gehen kannst als das was du gerade tatest und dann hast du mich wie immer doch noch überrascht.“

Salome sah ihn neugierig an, sie hätte ihn gern gefragt wie es sich für ihn angefühlt hatte, fürchtete aber, dass das zu weit gehen würde.

„Sieh mich nicht so an, jedes Mal wenn du dich an mich schmiegst, auf meinem Schoß sitzt, oder liegst, oder dich ausziehst, oder das tust was du im Bad getan hast, reagiert der Teil von mir den ich nicht kontrollieren kann darauf.“

„Dein Penis?“ fragte sie verständnislos.

„Nein, doch auch, aber eigentlich hatte ich meine Libido im Allgemeinen gemeint.“

Er lachte leise und melodisch über ihren Wissensdrang und ihre offene Bereitschaft mit ihm über Dinge zu sprechen über die Briten und Männer am liebsten schwiegen.

„Hmm, das wusste ich nicht. Doch ich wusste es, aber ich habe nicht daran gedacht. Es tut mir leid.“

Sie aß den Rest des Kekses, sah ihn sehr lange an und sprach dann:

„Werden wir miteinander schlafen?“

Er hatte das Gefühl jemand hätte ihm einen Magenschwinger verpasst.

„Wie soll ich das denn wissen, das hängt davon ab, ich meine…wann? Wo? Wie?“

Salome lachte erneut und beruhigte ihn dann:

„Ich sagte nicht „Lass uns Sex haben“, ich habe dich nur gefragt an sich ob du der Idee sehr abgeneigt wärst.“

Die Frau war unglaublich, dachte er, wie konnte sie über ihre Entjungferung sprechen wie über ein Verabredung zum Tee.

„Nein, offensichtlich nicht, aber ich denke du solltest dir ganz genau überlegen mit wem du schlafen willst.“

„Wieso? Hast du AIDS?“

Er keuchte vor Überraschung und Sprachlosigkeit.

„Nein, aber Frauen sollten nicht mit dem erstbesten Mann schlafen.“

„Wenn ich mit dem Erstbesten schlafen würde, dann wäre ich ja wohl keine Jungfrau mehr, was meinst du?“ erwiderte Salome spöttisch und begann an dem Tuch um seine Hüften zu nesteln.

„Ja das stimmt auch wieder. Aber ich muss zugeben, dass mir noch nie eine Frau so offen angeboten hat mit ihr zu schlafen.“

„Das ist nicht wahr, du bist ein Star, Frauen halten Schilder hoch auf denen steht „Ich will ein Kind von dir“ und solche Sachen.“

Er schüttelte langsam und lachend den Kopf.

„Ja ok, aber du hast keinen Grund mit mir schlafen zu wollen.“

Salome hob eine Augenbraue.

„Doch. Ich mag dich, du siehst gut aus, ich mag dich wirklich, ich mag die Art wie du nackt aussiehst, du weißt ziemlich sicher wie so was funktioniert, ehm, ich könnte ja auch ein Fan sein so insgeheim, ehm, ich mag dich.“

Sie wusste, dass sie sich wiederholte, aber es machte ihr nichts aus, denn allein sein Gesicht war Millionen wert.

Seine Augen waren kugelrund und seine Haut wenn überhaupt möglich noch weißer als sonst.

 

„Du bittest mich also mit dir zu schlafen?“ resümierte er mit zitternder Stimme.

„Nee, so nötig habe ich es dann doch nicht. Ich wollte nur klarmachen, dass wenn dir je der Gedanke kommt ich gerne dazu bereit bin.“

„Aber Salome, Sex ist doch kein verdammter Freundschaftsdienst.“

Er verlor allmählich entweder den Verstand oder die Geduld.

„Das ist mir schon klar, aber ich denke ich möchte Sex haben und da du die erste Person bist die in mir den Wunsch Sex zu haben weckt, erscheint es mir nicht unlogisch mit dir Sex zu haben.“ Meinte sie leichthin und lächelte ihn enthusiastisch an.

Richard war beim verwirrten Blinzeln angekommen und fand auch nicht mehr aus dieser Phase heraus.

Und da sie nun erkannte, dass sie das Ganze falsch angegangen war, setzte sich Salome rittlings auf den immer noch feuchten Richard und verteilte sanfte Küsse auf seinem Gesicht.

„Du musst keine Angst haben, es ist nicht für jetzt, denn jetzt werfe ich dich raus weil Sue gleich nach Hause kommt.

Aber zur gegebenen Zeit will ich wirklich…gerne…mit…dir…schlafen.“

Während sie sprach küsste sie sich auf seinen Mund zu und verschlang ihn dann mit all dem Hunger einer alten Jungfer.

„Also…willst du oder nicht?“ schnurrte sie und bewegte sich aufreizend auf seinem nackten Leib, das Handtuch lag auf dem Boden und der weiche Stoff ihres Bademantels strich an seinen Oberschenkeln entlang.

„Wehe du änderst deine Meinung Missy, weil dann muss ich dir leider Gewalt antun.“ Knurrte er als er spürte wie das Blut durch seinen Körper rauschte.

„Das werde ich nicht. So und jetzt auf Wiedersehen mein Liebling. Bis sehr, sehr bald.“ Schnurrte sie ihm weiter in die gerötete Ohrmuschel und küsste ihn leidenschaftlich.

„Du wirst mich noch einmal umbringen Salome.“ Stöhnte er leise und sie sah ihn unschuldig an.

„Hey, ich bin nicht bewaffnet mein Guter.“ Rief sie neckisch und stand abrupt auf.

Er holte seine nassen Kleider und seufzte fast erleichtert als der kalte Stoff gegen seine erhitzte Haut klatschte.

Ein warmes Bad, er würde ein Bad nehmen und keinen Gedanken mehr an Salome verschwenden weil er sonst zurück gerannt käme um sie auf Knien anzuflehen ihn zu erlösen.

„Auf Wiedersehen.“ Rief sie aus dem Wohnzimmer.

Ach scheiß drauf, dachte er als er an Rob vorbeilief, er würde es Matthew doch erzählen, damit dieser ihn verspotten konnte und vielleicht würde er dann wieder etwas klarer sehen.


 






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