Nord by ella2208
Summary: Journalistin recherchiert über Jugend- und Drogenkriminalität in einer nordenglischen Stadt.
Categories: Richard Armitage, Sonstige Filme Characters: eigener m/w Charakter
Genres: Generell
Warnings: Keine
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 3 Completed: Nein Word count: 2307 Read: 723 Published: 01 Aug 2014 Updated: 05 Oct 2014
Story Notes:
Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, Schauplätze etc. sind Eigentum der jeweiligen rechtmäßigen Besitzer. Die Originalcharaktere und Originalhandlung sind Eigentum des Autors. Der Autor ist in keiner Weise mit den Besitzern, Erschaffern oder Produzenten irgendeiner Medienkonzession verbunden. Vorsätzliche Verstöße gegen das Urheberrecht sind nicht beabsichtigt.

1. Kapitel 1 by ella2208

2. Kapitel 2 by ella2208

3. Kapitel 3 by ella2208

Kapitel 1 by ella2208
Author's Notes:
Patricia arbeitet als freie Journalistin in London und ist froh über Aufträge jeglicher Art und (fast) ohne räumliche Einschränkungen. Industriereportagen gehören ebenso zu ihrem Metier wie Berichte über Sportveranstaltungen oder Konzerte mit Lokalkolorit. Ihr aktueller Job führt sie nach Leeds.

Kapitel 1

Als ich ihn traf, wirkte er auf mich zunächst wie ein Streuner,  ein Obdachloser. Nicht unbedingt ungepflegt, aber - nun ja - ziemlich nachlässig mit seinem Äußeren. Die silbrig gesprenkelten Bartstoppeln allerdings waren akkurat gestutzt, darauf schien er Wert zu legen.

Er stand vor diesem alten Fabrikgebäude, das genau wie er – das war zu hoffen – bessere Zeiten gesehen hatte. Ich hatte mich total verfahren. Das Navi  hatte ich wider besseren Wissens  nicht mitgenommen und hier irrte ich nun durch das unwirtliche Industriegebiet einer Stadt im Norden.

Ich hielt an und ließ die Beifahrerscheibe herunter. „Tschuldigung, können Sie mir sagen, wie ich zu GDF Suez in der Whitehall Road komme?“, fragte ich den Mann, der sich gerade eine Zigarette drehte und sich dabei zum Beifahrerfenster beugte.

„Lady, da sind Sie hier aber am toten Ende der Stadt gelandet“, erwiderte er. „Haben Sie ein Handy mit Internet?“ „Ja, zuhause“, gab ich  zurück. Da hatte ich heute meinen absoluten Glückstag. Er grinste, immer noch mit seiner Kippe beschäftigt, und lehnte sich weiter nach unten. „Ich bin mir sicher, dass Sie normalerweise keine Typen wie mich im Auto mitnehmen, aber ich fürchte, heute ist das Ihre einzige Alternative, lady. Bis ich Ihnen erklärt habe, wie Sie hier wieder rauskommen, sind wir schon dort.“  „Nun steigen Sie schon ein“, murmelte ich, „Sie werden mir nicht gleich die Handtasche rauben.“ „Wer weiß? Hier ist alles möglich.“ Und dann saß er auf dem Beifahrersitz und dirigierte mich aus diesem Viertel mit verfallenen Fabrikgebäuden, die zu Graffitileinwänden mutiert waren.

„Arbeiten Sie hier?“, fragte ich. „Arbeiten? Ich? Hier? Das waren gleich 3 Fragen auf einmal“, prustete er. „Nein, Ma’am, hier gibt’s nichts zu arbeiten. Und da wo Sie jetzt hinfahren für jemanden wie mich noch weniger. Also, ich bin selbstständig. Freiberufler. Ist mir am liebsten so. Wenn Sie mal einen Umzugswagen brauchen, oder so?“.

„Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt“, sagte ich, „mein Name ist Patricia.“ „Russell“, erwiderte er, „Sie kommen nicht von hier, oder?“ „Nein, hört man das gleich? Ich bin Deutsche, lebe aber seit einiger Zeit in London und soll eine Reportage über gdf Suez schreiben. Mein Termin ist in 10 Minuten.“ „Das schaffen wir, keine Sorge!“, meinte er und musterte mich von der Seite. Gut, ich hatte es ihm vorgemacht. Er hatte ein markantes Profil. Was hatte ihn so tief sinken lassen?

„Jetzt müssen Sie links abbiegen!  Ordnen Sie sich am besten gleich ein. Und da vorne, hinter der Ampel, geht’s rein. Ich steig dann aus.“

Die Ampel war rot. „Russell, danke, dass Sie mir aus der Patsche geholfen haben! Wenn ich das vermassele, kriege ich so schnell keinen Fuß mehr in die Tür bei  der gdf. Die sind recht restriktiv. Kann ich Ihnen irgendwie danken?“ „Na, Sie haben mich ja schon hierhin mitgenommen“, sagte er darauf mit einem Grinsen, „sonst hätte ich womöglich zu Fuß laufen müssen. Obwohl, die Zeit hätte ich gehabt.“

„Kann ich Sie auf einen Kaffee einladen? Da vorne? Ich bin in einer guten Stunde fertig und würde mich freuen …“ „Nun, bis dahin habe ich meine Geschäfte sicher auch unter Dach und Fach und könnte es irgendwie einrichten“, erwiderte er belustigt, „hinter der Brücke ist ein kleiner Coffee Shop, in den auch ich reindarf.“ „Okay. Bis dann. Wünschen Sie mir Glück..“ Schon halb ausgestiegen, drehte er sich wieder um und lächelte mich aus hellblau-grauen Augen an: „Ich geh dann mal vor.“

Der Coffee-Shop war ein besserer Imbiss mit Stehtischen. Da hier aber durchaus die Angestellten der umliegenden Firmen ihre Snacks oder Kaffees kauften, fiel ich mit meinem Kostüm nicht weiter auf. Russell lehnte am Fenstertisch. „Haben Sie noch nichts bestellt?“, fragte ich. „Ich dachte, Sie wollten sich bedanken? Außerdem: ist es nicht unhöflich?“ „Ach“, lachte ich, „die Etikette kann ich wieder im Wandschrank verstauen. Mein Soll ist für heute erfüllt.“ „Lief’s denn gut?“, wollte er wissen.

Wir unterhielten uns und tranken, ich Kaffee, er nach dem ersten Kaffee lieber Bier und irgendwann bemerkte ich, dass es schon 14 Uhr war. Ich wollte nachmittags zurückfahren und das nach Möglichkeit vor der Evening  Rushhour, die im Speckgürtel um London so zuverlässig zu Staus führte, wie der Big Ben die Stunden markierte.

„Wissen Sie was? Wenn ich jetzt zurückfahre, stehe ich nachher garantiert im Stau. Wenn ich noch warte, wird es elendig spät. Was raten Sie mir?“, fragte ich ihn. „Patricia, das ist Ihr Ding. Trinken Sie ein Bier mit, danach sehen wir weiter.“

Weiß der Kuckuck, was mich an diesem Tag in diesem Imbiss hielt?! Ich blieb, wir redeten und ich kann nur ahnen, welch merkwürdiges Gespann wir für die anderen da abgaben. Es war wirklich unterhaltsam mit ihm. Er erzählte von den Jugendlichen, für die er eine Ansprechperson war. Deren Leben noch viel chaotischer war als sein eigenes und vor allem viel drogen- und exzesslastiger. Ich hatte sehr wohl von neun- bis zehnjährigen Mädchen gelesen, die freiwillig anschaffen gingen, um Geld für Stoff oder was auch immer zu verdienen. Aber hier schien das Gang und Gäbe zu sein. Jedenfalls nach Russells Worten. Nein, er war kein Samariter. Er war wohl selber Teil  im Drogensumpf, hatte ich den Eindruck. Aber er konnte die Kids auch nicht sich selber überlassen. „Hat Sie noch niemand gefragt, wieso  diese Jugendlichen zu Ihnen kommen?“ „Nein. Ist mir auch egal. Ich bin der Kumpel, wenn sie einen brauchen. Mehr läuft da nicht.“, gab er mir ernst zu verstehen.

Wir lachten viel. Das fiel mir nach mehreren Ales auch nicht schwer. Schließlich musste ich mir selber eingestehen, dass ich so nicht mehr fahren konnte. „Russell, ich glaube, ich brauche ein Hotel“, meinte ich belustigt.  „In Ihrer Preisklasse gibt’s hier schon was“, erwiderte er.

 

Kapitel 2 by ella2208
Author's Notes:
Und wieder Leeds ...

London war ziemlich anstrengend, aber genau das hatte ich mir gewünscht! Provinz war lange genug mein Alltag gewesen. Freiberuflich zu schreiben, noch dazu im Ausland,  war in den Augen all meiner Freunde und meiner Familie halsbrecherich. Aber ich war stur und irgendwie gelang es mir, genügend Aufträge an Land zu ziehen, um mir das Zimmer in der WG leisten zu können. Ich schrieb über Polizeirecherchen, Fußball- und Cricketspiele, ab und zu über Konzerte, Schulaufführungen und immer wieder auch Industriereportagen. Lindsay und Paula, meine Mitbewohnerinnen, arbeiteten beide im Schichtdienst: Lindsay als Pflegerin in einem Krankenhaus und Paula als DJane und Eventfrau ganz oft nachts. Ich genoss es, viel Zeit und Raum für mich allein zu haben, obwohl  ich den Tratsch  bei einer Tasse Kaffee – das konnte ich mir nicht ganz abgewöhnen – oder Tee mit den beiden „Eingeborenen“ durchaus genoss.

Die Wochenenden verbrachte ich oft auf Cricket-Grounds, in Fußballstadien oder bei Gartenausstellungen. Wenn es mein Terminplan zuließ, gönnte ich mir samstags ein ausgiebiges Frühstück mit meiner Lieblingskollegin in einem der Coffeeshops. Oder ich schlenderte durch Little Venice. Diese Hausboote, die dort auf dem Kanal vor sich hinschaukelten, fast alle mit überbordendem Blumenschmuck, hatten es mir angetan. Das wär mal  etwas, wenn man mich nach Zukunftsperspektive fragte.

Es war Samstagnachmittag und ich wollte gerade zu meiner Joggingrunde im Regents Park aufbrechen, als mein Handy klingelte. Ein Redakteur einer meiner Arbeitgeber bat mich auf seine unmissverständliche Art, gleich am Montag nach Leeds  zu fahren, wo das Verfahren gegen eine Jugendgang eröffnet werden sollte. Seine knappen Informationen hatte ich nun durch eigene Recherchen zu ergänzen. Der Abend am Notebook war also vorprogrammiert.

In Leeds hatte sich eine richtige Sub-Society entwickelt: herrenlose Kids bedienten sich in Supermärkten, knackten Autos, zündeten sie „nach Gebrauch“ an, kifften, dealten und schlimmeres. Mädchen aber auch Jungs um die zehn prostituierten sich für einen Schuss. Sie lebten auf der Straße oder in stillgelegten, zerfallenden Industrieruinen, teilweise auch in anonymen Wohnsilos. Die besagte Gang war mehrerer schwerer Drogendelikte, Einbruchdiebstähle sowie der Prostitution beschuldigt. Wo waren eigentlich die Erziehungsberechtigten dieser Kinder? War es nicht das, was mir dieser Typ damals in Leeds erzählt hatte? Wie hieß er nochmal? Russell?

Je tiefer ich in diese Recherche einstieg, umso gruseliger erschien mir alles. Wo lebten wir hier eigentlich? In einem Industrieland im 21.  Jahrhundert? Biblische Zustände à la Sodom und Gomorrha kamen den Artikeln, die sich mir auftaten, näher als eine Wohlstandsgesellschaft in Westeuropa. Dass man in einer Großstadt wie London mit den abstrusesten Abgründen menschlichen Zusammenlebens konfrontiert werden würde war eine Binsenweisheit.  Aber in der „Provinz“?

Ich konnte mich mit meinem Bibliotheksaccount in die Online-Ausgaben der lokalen Presse einloggen und las mich für den Rest des Abends durch die Lokalausgaben der Yorkshire Post und anderer Blätter. Es war eine ziemlich traurige Angelegenheit und schien mir schon auf dem bloßen Papier für die Kids mehr oder weniger aussichtslos zu sein. Leserbriefe zum Thema rieten in der Mehrzahl zu restriktiven Maßnahmen den Jugendlichen gegenüber.

Laut meiner Informationen waren für die kommende Woche 2 Verhandlungstermine angesetzt, montags und donnerstags. Also musste ich mich im Handumdrehen um eine Unterkunft in Leeds kümmern. Das letzte Mal hatte ich Orientierungsprobleme...

 

Kapitel 3 by ella2208
Author's Notes:
Die Verhandlung nimmt ihren Lauf ... und andere unerwartete Ereignisse!

Ich stieg montags früh um halb sieben in den Zug in King’s Cross und kam ohne umzusteigen um 8:48 Uhr in Leeds an.  Ein Taxi brachte mich direkt zum Leeds Crown Court, wo die erste Verhandlung für 11 Uhr am Vormittag angesetzt war. Just in time also und keine Zeit, einen Vertreter der Anklage oder der Verteidigung vorab zu kontaktieren. Per Mail hatte ich mich bereits angemeldet. Journalistisches Interesse aus der Metropole konnte einem manche Türe öffnen.

 

Im Gerichtssaal saßen  4 Jugendliche, 3 Jungen und ein Mädchen, auf den Plätzen der Angeklagten, daneben offensichtlich ihre Pflichtverteidiger. Publikum war auch schon reichlich anwesend, auch einige Jugendliche, die dem ersten Augenschein nach  ihre  Altersgenossen unterstützen wollten.

Die angeklagten Jugendlichen sollten gemeinsam in mehrere Einbruchdiebstähle verwickelt gewesen sein, das Mädchen wurde außerdem der Erregung öffentlichen Ärgernisses beschuldigt, weil sie im Schankraum einem Pub mehrere männliche Gäste befriedigt hatte. Erstaunlich, dass die Männer hier nicht vorgeladen waren.  Ein anderes Verfahren? Den Gedanken an eine applaudierende, johlende Männerschar konnte ich nicht ganz verdrängen, als ich die Verlesung der Anklage verfolgte.

Ich tippte so viel es ging in mein Tablet und versuchte gleichzeitig, Reaktionen aller Beteiligten sowie aus dem Publikum aufzunehmen. Gegen 12:30 Uhr wurde die Sitzung unterbrochen und auf den Nachmittag vertagt.

„Hi“, hörte ich beim Hinausgehen eine Stimme links neben mir, und als ich mich umdrehte, erkannte ich den Typ, der mir damals bei meinem ersten unseligen Ausflug nach Leeds behilflich war, diese Ölförderfirma zu finden, bei der ich einen Pressetermin hatte.

„Hi, Sie hier? Ach stimmt, Sie sind ja Sozialarbeiter!“, erwiderte ich. „War ich mal, ja.“, gab er zurück. „Berichten Sie etwa über diesen Prozess? Für welche Zeitung?“  „Ich schreibe für den Evening Standard. Wieso?“ fragte ich. „Na ja, ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut oder schlecht finden soll. Kommen Sie noch öfter her?“ „Ich bin die ganze Woche hier,“ antwortete ich und scherzte:  „Die wissen, dass ich hier gute Connections habe.“ „Ach, haben Sie? Schön. Ich geh mal raus zu den Kids.“ Sprachs und verschwand. Ich sah im Augenwinkel noch seinen wehenden Tweedmantel. Sieh an, er besaß mehr als nur den einen Parka von damals.

Dass mir so etwas jetzt durch den Kopf ging?!

In der Verhandlungspause versuchte ich, den Anwalt der Jugendlichen aufzutreiben, aber der verweigerte eine Stellungnahme. Klasse. Das fing ja gut an. So blieb mir für’s erste ein Kaffee aus dem Automaten und die ungemütliche Bank im Flur, wo ich meine Infos noch einmal checken wollte. Ich hatte noch reichlich Zeit und beschloss, nun doch erst mal ein Taxi zu meinem Hotel  zu nehmen um mein Gepäck dort abzustellen. Auf dem Rückweg fing es an zu regnen. Ich kaufte  mir noch eine Tageszeitung und ein Sandwich und verbrachte die restliche Zeit wieder im wenig einladenden Flur des Crown Court.  In der lokalen Tageszeitung nahm das Verfahren nur einen kleinen Raum ein. Angst um’s  Image bestimmte hier offensichtlich die Schlagzeilen. „He Lady, haben Sie mal ‚ne Kippe für mich?“, sprach mich da jemand von der Seite an. „Ich rauche nicht, sorry,“ antwortete ich und blickte zur Seite, wo ein hellblond gefärbtes Mädchen mit einigen Piercings gerade abdrehte. „He, warte mal! Draußen ist doch ein Automat. Ich glaub, ich brauch auch eine.“  Sie hatte sich  noch einmal umgedreht und folgte mir in Richtung Ausgang. Sieh‘ da, die Sucht hatte mich wieder, natürlich immer im Dienst und für meinen Arbeitgeber.

Die Kleine verdrückte sich sobald sie ihre Beute in Händen hielt und ich blieb noch eine Weile draußen, bis ich die Zigarette geraucht hatte. Zum Schluss fühlte es sich gar nicht mehr so fremd an.

Wieder im Flur an „meiner“ Bank angekommen wurde mir klar, dass ich gerade bitter für meine Naivität bezahlt hatte: meine Tasche samt Handy und Tablet war weg! Und natürlich war niemand weit und breit zu sehen, denn die Verhandlungspause war erst  in einer guten halben Stunde zu Ende.

Wie konnte ich die Sachen auch stehen lassen?  Ich hätte mich in der Luft zerreißen können.  Zum Glück hatte ich mein Portemonnaie und den Zimmerschlüssel  des  Hotels in die Hose gesteckt …  Schwacher Trost, denn wie sollte ich meine ganzen Aufzeichnungen aus dem Gedächtnis rekonstruieren? Und mein Handy…

Ich ging zur Pforte und fragte den Polizisten am Ausgang, ob er jemand mit einer braunen Ledertasche gesehen habe, deren Aussehen und Inhalt ich ihm genau beschrieb. Er hatte zwar zwei Jugendliche gesehen, die das Gebäude verließen, allerdings ohne Tasche.

Er nahm meine Anzeige auf, aber ich erhoffte mir erstmal nicht viel davon. Immerhin konnte er mir einen Laden um die Ecke empfehlen, wo ich mir Schreibzeug besorgen konnte. Back to the roots also.

Aus einer öffentlichen Telefonzelle informierte ich Lindsay, die zum Glück schon zu Hause war, über mein Missgeschick und bat sie, mein Ersatzhandy per Express an die Hoteladresse zu schicken. Eigentlich bin ich nämlich notorisch vorsichtig und durch den Umgang mit Justiz und Strafdelikten  hypersensiblisiert war mir irgendwann einmal die Idee gekommen, ein Zweit-Handy anzuschaffen. Für alle Fälle. Zwischendurch hielt ich das selber immer mal für einen Anflug von Paranoia. Jetzt war ich froh, dass es existierte. Mit allen Kontakten. 

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