Impossible Love by Angel
Summary: Wie verhält man sich, wenn man nichts ahnend jemandem begegnet, der einem in den geheimsten Träumen die Welt bedeutet? Wenn die Person plötzlich aufblickt und einen wahrnimmt, einem ein Lächeln schenkt? (Luke Evans/ OC)
Categories: Weitere Schauspieler, Sonstige Schauspieler Characters: eigener m/w Charakter
Genres: Romanze
Warnings: Keine
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 2 Completed: Nein Word count: 1681 Read: 941 Published: 14 Jul 2013 Updated: 14 Jul 2013
Story Notes:
  1. Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, Schauplätze etc. sind Eigentum der jeweiligen rechtmäßigen Besitzer. Die Originalcharaktere und Originalhandlung sind Eigentum des Autors. Der Autor ist in keiner Weise mit den Besitzern, Erschaffern oder Produzenten irgendeiner Medienkonzession verbunden. Vorsätzliche Verstöße gegen das Urheberrecht sind nicht beabsichtigt.

1. Kapitel 1 by Angel

2. Kapitel 2 by Angel

Kapitel 1 by Angel
Wie verhält man sich, wenn man nichts ahnend jemandem begegnet, der einem in den geheimsten Träumen die Welt bedeutet? Wenn die Person plötzlich aufblickt und einen wahrnimmt, einem ein Lächeln schenkt?

Lilly war es kaum noch möglich ruhig weiterzuatmen, alles geriet durcheinander. Sie hätte lachen und weinen können, schweigen und schreien, stehen bleiben und weglaufen. Ihr Puls raste, ihre Wangen färbten sich leicht rosa, ihre Hände begannen zu schwitzen. Nichts hatte sie mehr unter Kontrolle.
Dabei sollte es doch nur ein Restaurantbesuch mit der Familie werden. Lilly war mit ihren Eltern nach München gereist, um die Cousine ihrer Mutter und deren Familie zu besuchen. Den Tag über waren sie durch die Innenstadt geschlendert und nun am Abend wollten sie Essen gehen.

Natürlich hatte Lilly gewusst, dass der Mann, der sie in ihren Träumen in den Armen hielt, momentan in München weilte, um einen weiteren Film zu drehen.
Er war Schauspieler, früher Musicaldarsteller. Efeugrüne Augen, schwarze Haare, ein Lächeln zum Niederknien, ein durchtrainierter Körper, wie sie ihn selten gesehen hatte, Sommersprossen und die Stimme eines Engels, vor allem wenn er sang.

Gedanklich hatte sie sich etliche Treffen mit ihm während ihres Besuches in München ausgemalt, doch jegliche Hoffnung auf deren Umsetzung hatte sie sich verboten, zu unwahrscheinlich, gar unmöglich schien es ihr zu sein.

Und jetzt? Er saß einfach da, redend mit ein paar seiner Kollegen. Lillys Eltern merkten nichts von ihrer Veränderung, ihrer innerlichen Unruhe. Der Tisch, der ihnen zugewiesen worden war, lag neben dem seinem. Sie ließ die anderen die Plätze wählen und nahm den letzten freien. Sie wusste nicht, ob sie ihn die ganze Zeit angucken wollte oder lieber doch nicht, dafür allerdings das Gefühl zu haben, dass ihr Rücken nur einen knappen Meter von seinem entfernt war. Nun war es der Rückenplatz, den sie bekam. Sie hörte seiner Stimme zu, bekam nichts von dem Gespräch an ihrem eigenem Tisch mit und als sie bestellen sollte, stupste der Sohn der Cousine sie aufdringlich an. Erst diese Geste riss sie zurück in ihre Realität, weg von dem Traum hinter ihr.

Für eine Weile beteiligte sie sich nun an dem Tischgespräch. Doch plötzlich hörte sie, wie ein Stuhl zurückgeschoben wurde. Sie spürte, wie die Jacke ihren Rücken entlang langsam von der Stuhllehne rutschte und Lilly drehte sich um. Mit inzwischen hochroten Wangen blickte sie ihm schweigend entgegen. Im letzten Moment hatte er die Jacke aufgefangen und hielt sie nun in seinen Händen.
„Tut mir Leid.“, entschuldigte er sich auf Englisch und mit einem zarten Lächeln auf den Lippen.
„Kein Problem.“, nuschelte Lilly leise, ebenfalls auf Englisch, zurück.

Sie sah, wie ihre Eltern sie ein wenig verwundert ansahen, nahm dies jedoch nicht weiter zur Kenntnis. Während Lilly mit einem Lächeln jede Bewegung ihres Gegenübers verfolgte, der ihr die Jacke wieder über die Stuhllehne hängte, flüsterte ihr Vater ihrer Mutter zu. „Ich glaube, dass ist dieser Schauspieler, den sie manchmal als Handyhintergrund hatte. Einer von den drei Musketieren...“

Der Mann ihrer Träume entfernte sich jetzt vom Nachbartisch und ging, jedoch nicht wie von ihr befürchtet hinaus aus dem Restaurant, sondern nur in Richtung der Toiletten. Das gab Lilly Zeit wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

„Erde an Lilly?“, fragte Kim, ihre Tante, amüsiert. „Wer war denn der Herr da eben? Du machst den Eindruck als würdest du ihn kennen.“

Schon wieder schoss Lilly die Röte auf die Wangen. „Er ist Schauspieler.“

Nun lachte Kim herzhaft. „Und weiter? Wie heißt er? Wie alt ist er und wo kommt er her? Aus welchen Filmen kennt man ihn?“ Ihre Tante war aber äußerst neugierig, aber wer konnte ihr das verdenken, bei diesem Mann.

Nervös blickte Lilly sich um, hoffentlich kam er nicht zurück, während sie hier erklären musste, wer er war. „Sein Name ist Luke Evans, er ist Anfang 30 und kommt aus Wales...“ Sie brach mitten im Satz ab. Am Rande ihres Blickfeldes bewegte sich etwas oder eher gesagt jemand. Lilly wandte leicht den Kopf zur Seite, Luke war auf dem Weg zurück zu seinem Platz. Inzwischen fühlte es sich so an, als würden ihre Wangen glühen. Lächelte er sie da gerade tatsächlich an? Nein, er konnte nicht sie meinen. Schnell blickte sie wieder weg und sah direkt in die schmunzelnden Gesichter ihrer Verwandten.

„Frag ihn doch freundlich nach einem Foto oder Autogramm, hinterher ärgerst du dich nur...“, versuchte ihr Vater sie zu ermuntern.

Doch Lilly schüttelte energisch den Kopf. „Der möchte hier doch bestimmt nur in Ruhe mit Freunden den Abend verbringen.“ Damit war das Thema für sie vorerst erledigt.

„Lilly, guck mal!“, forderte Jim, ihr Cousin, sie plötzlich auf und versuchte ihr über den Tisch eine Zeichnung zu reichen.

„Oh my God, pay attention!“, rief die Frau, welche mit Luke Evans am Tisch saß. Sie schien sehr aufgeregt zu sein.

Jetzt bemerkte auch Lilly, was diese meinte. Jim hielt das Blatt direkt über eine Kerze und es begann langsam Feuer zu fangen. Schnell sprang sie auf und entriss ihm das Papier. Doch es war zu spät, genau in der Mitte war ein schwarz umrundetes Loch entstanden.
Kapitel 2 by Angel
Der kleine Junge begann zu weinen, dahin war sein kleines Kunstwerk. Lilly versuchte ihn tröstend in den Arm zu nehmen, allerdings wehrte er sich dagegen. Also ließ sie ihn in Ruhe und setzte sich wieder auf ihren Platz. Nach fünf Minuten hatte der Junge immer noch nicht aufgehört zu weinen und Lilly begann sich langsam dafür zu schämen. Schließlich war sie nicht ganz unschuldig daran, dass sein Bild verbrannt war. Nun trat jedoch die Frau vom Nebentisch an Jim heran, um ihn zu trösten und tatsächlich lächelte der Junge, als sie ihm eine Träne von der Wange wischte.
„What could I do that he will stop crying?“, fragte sie nun an uns gewandt. Schnell übersetzte Lilly.
“Ach, Jim beruhigt sich bald wieder.”, winkte Kim ab. Wieder übersetzte Lilly, dieses Mal jedoch für die Frau auf Englisch.
Doch so schnell ließ sich die Frau nicht abwimmeln. „Hätte er vielleicht Lust für einen Tag ein Musketier zu sein?“
Lillys Mund klappte unfreiwillig auf. Ein Tag am Set des neuen Musketier Films? Jim musste einfach ja dazu sagen und hoffentlich dürfte zumindest eine Begleitperson mit, immerhin war Jimi noch minderjährig. Dann könnte sie Luke auch beruhigt um ein Foto bitten, so zu sagen als Erinnerung, vielleicht würde er sie dafür ja sogar in den Arm nehmen. Doch Lilly begann schon wieder sich Dinge auszumalen, die viel zu unwahrscheinlich waren. Das Angebot der Frau wurde schnell diskutiert und natürlich wollte Jimi ein Musketier sein.
„Na gut, da Jimi so gerne möchte, nehmen wir das Angebot dankend an.“, antwortete Kim der Frau. Diese lächelte nun.
„Dann kann der junge Mann seine Tränen jetzt wegwischen und wieder fröhlich sein. Ich rufe kurz meinen Mann an und frage, ob wir das ganze vielleicht gleich morgen machen wollen.“
Damit griff sie sich aus ihrer Handtasche ihr iPhone und ging vor die Tür um dem Restaurantlärm zu entgehen. Lilly war noch immer total perplex, konnte das wirklich sein? Am liebsten hätte sie jemanden gebeten sie zu kneifen, doch wie würde das aussehen! Sie versuchte tapfer ihre Fassung zu wahren. Es dauerte nicht lange, bis die Frau auch schon zurückkam. Dieses Mal zog sie sich ihren Stuhl von dem anderen Tisch an Lillys heran und setzte sich.
„Also, wenn ihr wollt, könntet ihr gleich morgen vorbei schauen.“
Lillys Ungeduld wuchs, wen meinte sie mit ihr? Durften sie zu sechst kommen oder doch nur Jimi mit Begleitung? Und auf einmal sah sie Luke grinsen, er grinste sie an! Oh Gott, hatte er erraten, was in ihr vorging? Sofort begann ihr Herz wieder zu rasen. Umso schneller versuchte sie sich wieder auf die Frau zu konzentrieren.
„Um neun am Schloss Neuschwanstein und dann gebe ich euch noch meine Handynummer. Ruft mich an, wenn ihr da seid, dann hole ich euch rein. Ansonsten werdet ihr Schwierigkeiten haben überhaupt auch nur in die Nähe des Sets zu kommen."
Lillys Vater zückte gleich sein Handy, ließ sich Nummer und Name vorsagen und speicherte es ein.
„Super, dann sehen wir uns morgen. Und keine weiteren Tränen mehr, junger Musketier!“, wand sie sich nochmal an Jimi.
Dieser nickte freudestrahlend. Ganz aufgeregt, als die Schauspielerin Milla Jovovich sich wieder weg setzte, wand Lilly sich an ihre Familie.
„Aber… dürfen wir alle dahin?“
„So habe ich das jetzt verstanden.“, antwortete Kim ihr.
Lilly konnte ein breites Grinsen nicht mehr unterdrücken, all die Glückshormone, die bis zu diesem Moment eher im Hintergrund waren, traten nun aus ihr hervor. Sie genoss das Essen, mit der Gewissheit, dass Luke sich nur einen knappen halben Meter hinter ihr befand und sie ihn am nächsten Tag schon wieder sehen würde.

Ihnen wurde gerade der Nachtisch serviert, als hinter Lilly ein Rascheln ertönte. Luke, Milla und noch zwei weitere Schauspieler zogen sich ihre Jacken an. Dann trat Milla nochmal an ihren Tisch heran.
„Dann sehen wir uns morgen. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.“
Während Milla die Aufmerksamkeit der Familie auf sich zog, fühlte Lilly, wie an ihrer Jacke geruckelt wurde. Sie drehte sich leicht um. Genug, um sehen zu können, wie Luke Evans etwas in ihrer Jackentasche verschwinden ließ. Als dieser bemerkte, dass seine Aktion nicht unentdeckt geblieben war, trotz Millas Ablenkungsversuch, schenkte er Lilly noch ein letztes Lächeln, dann verschwand er schnellen Schrittes mit Milla aus dem Restaurant.
„Hey Lilly, du wirkst ja noch aufgewühlter als am Anfang des Essens, was ist los? Du freust dich jetzt bestimmt auf morgen, oder?“, sprach Kim sie an, als sie bemerkt hatte, wie Lilly begonnen hatte nervös an ihrer Jacke herum zu pfriemeln. Sie konnte es kaum abwarten endlich in ihre Tasche gucken zu können. Das einzige, was sie durch das tasten herausfinden hatte können, war, dass es ein Zettel war.
„Und wie ich mich freue!“, gab sie lächelnd als Antwort. Doch noch mehr freute sie sich im Augenblick darauf, endlich auf den Zettel gucken zu können. Da kam ihr die einfachste Möglichkeit in den Sinn. Sie fischte, so unauffällig wie möglich den Zettel aus der Jackentasche und steckte ihn sich in ihre Hosentasche.
„Ich geh mal kurz für kleine Mädchen.“
Eilig stand sie auf und ging zu den Toiletten, im Vorraum verharrte sie und zog den Zettel hervor.
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