A common murder ? -2- by Edin
Summary:

Ein Auftrag einen Agenten zu liquidieren führt John Porter nach Russland.

Was aber, wenn der Agent interessante Informationen hat?


Categories: Richard Armitage Characters: eigener m/w Charakter
Genres: Action
Warnings: Gewalt
Challenges: Keine
Series: John Porter Zyklus
Chapters: 17 Completed: Ja Word count: 14937 Read: 76252 Published: 02 Feb 2012 Updated: 22 Feb 2012
Kapitel 7 by Edin

John


Ich gehe mit Eoin Klamotten für Lucas kaufen. Ich muss als Model mit, da Lucas und ich in etwa die gleiche Größe und Figur haben. Ich hasse shoppen! Anstatt sich auf das Allerallernotwendigste zu beschränken, hat Lucas Eoin einen kleinen Wunschzettel mitgegeben.

Eoin ist genauso eitel wie Lucas und mustert alles sehr genau. Ich bin nach einer Stunde genervt genug, dass ich ihn erwürgen könnte.


Was bin ich erleichtert, als wir als letztes nur noch eine Jeans brauchen. Na ja, „nur“.Ich muss mindestens 8 Paare anprobieren, während Eoin und der schon fast tuntige Verkäufer den Sitz beurteilen. Eoin schüttelt auch diesmal den Kopf. „Der Sitz wirkt sich unvorteilhaft auf den Po aus.“

Der Verkäufer gibt im recht und erklärt, wie der optimale Sitz aussähe. Dabei grabscht er mir am Hintern rum. Das ist der Moment, als mir der Geduldsfaden reißt. „DIESE ODER GAR KEINE! ES REICHT, EHRLICH!“ Der Verkäufer ist sichtlich pikiert und sagt was zu Eoin, was ich nicht verstehe, weil meine Russisch-Kenntnisse nicht gut genug sind.

Ich bin etwas versöhnt, denn die Kassiererin ist umwerfend hübsch. Als sie mir die Tüte gibt, beugt sie sich weit über den Tresen. Puh, ruhig bleiben John! Da kann man schon auf andere Gedanken kommen. Sie flüstert mir zu: „Ihr Beiden seid ein so süßes Paar!“

Okay, manche Tage sind schlechter als andere. Dieser hier hält den Jahresrekord.

Auf der Straße schüttet sich Eoin erst mal vor Lachen aus und ich muss trotz allem mitlachen.

„Was hat der Verkäufer zu Dir gesagt?“ „Er hat mir seine Telefonnummer gegeben.“

„Was? Du willst mir untreu werden, wo wir doch ein so süßes Paar sind?“

„Aber nicht doch! Ich hab ihm gesagt, dass ich auf Schläge stehe.“

Oh Mann, wie soll man hier professionell arbeiten?


Wir kommen zurück ins Safehouse und es ist ruhig, zu ruhig. Wir schauen uns an und ziehen unsere Waffen. Ich bedeute Eoin, dass er nach links gehen soll, ich gehe nach rechts. Keine Spur eines Eindringlings. Keine Spur von Lucas. Sollte er die Biege gemacht haben, wird er mich besser kennenlernen, als ihm lieb ist.

Ich höre unter einem Bett zu meiner Linken ein leises Geräusch. Ratten? Ich lege mich möglichst schnell und lautlos auf den Boden, so dass ich immer noch in der Lage bin, meine P228 einzusetzen.

Unter dem Bett liegt Lucas. Er hat sich zu einer Kugel zusammengerollt und zittert.

Nun ein Geräusch hinter mir. Ich springe auf, Waffe im Anschlag und ziele auf die Stirn der Person.

Eoin hebt die Hände: „Easy, easy, Mann! Auf meiner Seite ist alles klar!“

Ich deute zum Bett. „Lucas hat sich unter's Bett verkrümelt.“

Eoin geht dorthin und legt sich auf den Boden. Ich gehe in die Hocke.



Lucas


Ich habe Angst. Auf einmal bin ich wieder im Gefängnis. Das Licht ist viel zu grell und ich höre die Wärter näher kommen. Warum bin ich wieder hier? Was soll ich nur tun? Ich spüre eine Hand auf meinem Arm und zucke zusammen. Bestimmt schlägt er mich wieder und bringt mich zu einem Verhör oder …

„Hey, was ist denn passiert?“ Eoin, das ist doch Eoins Stimme? Ich mache die Augen auf und sehe sein Gesicht vor mir. Er sieht mich mitfühlend und besorgt an. Ich halte mich an ihm fest, wie ich es so oft im Gefängnis getan habe. Ich erzähle ihm alles und dabei wird mir klar, dass es nur ein Flashback war.

Er hilft mir, unter dem Bett vorzukriechen und wieder auf meine Beine zu kommen. Die sind wie Gummi und ich lasse mich erstmal auf's Bett fallen.

John sieht besorgt aus, fängt sich aber schnell. „Wir haben Dir jede Menge Klamotten angeschleppt. Los, probier sie mal an.“ Er geht raus, um die Tüten zu holen.

Eoin streichelt mir über den Arm. „Geht es wieder? Kann ich Dich allein lassen?“ Ich hätte am liebsten gesagt, er soll hier bleiben, aber ich nicke. John kommt mit den Einkäufen zurück und ich schaue in die erste Tüte. Ich seufze. Blau, dunkelblau. Warum meint jeder, ich müsse dunkelblaue Hemden tragen?


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