A common murder ? -2- by Edin
Summary:

Ein Auftrag einen Agenten zu liquidieren führt John Porter nach Russland.

Was aber, wenn der Agent interessante Informationen hat?


Categories: Richard Armitage Characters: eigener m/w Charakter
Genres: Action
Warnings: Gewalt
Challenges: Keine
Series: John Porter Zyklus
Chapters: 17 Completed: Ja Word count: 14937 Read: 76252 Published: 02 Feb 2012 Updated: 22 Feb 2012
Kapitel 6 by Edin

John


Nachdem ich die Kamera ausgeschaltet habe, setze ich mich erstmal neben Eoin, der das Waterboarding und die E-Schocks übernommen hatte.

"Oh, Mann, das war schwieriger und härter als ich dachte."

Er legt mir die Hand auf den Arm. "Wir haben's ja geschafft." Ich nicke erschöpft und hänge meinen Gedanken nach. Laylas entsetztes Gesicht, Millhouses Triumph. *seufz*

"Ähm, hallo? Könnte mich bitte mal endlich einer losbinden? Mir tut das Kreuz weh, ich habe Hunger und -vor allem- ich muss mal!"


Eoin steht auf. "Leichen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Früher haben sie wenigstens den Schnabel gehalten."

Er schnallt Lucas los und gibt ihm erstmal einen Pulli. Lucas verschwindet auf dem Örtchen.

"Wo hast Du gelernt Waterboarding so gut zu faken?"

Eoin schmunzelt, zuckt mit den Schultern. "Hätte Lucas nicht so gut mitgespielt, wir hätten es nie so glaubwürdig rübergebracht."

Lucas taucht wieder auf. "Für mich waren die E-Schocks am schwersten."

"Weil Du die Krämpfe vortäuschen musstest?"

"Nein, weil ich an der Stelle total kitzelig bin!"

Eoin nickt und lacht. "Ich hab's gemerkt. Du warst ein paar Mal kurz davor zu giggeln. Da bin ich dann lieber schnell wieder auf's "Waterboarding" umgeschwenkt."

"Das war weise. Unter dem Handtuch konnte ja keiner sehen, dass ich versucht habe, nicht los zu kichern."

"Es war eine wunderschöne Sterbeszene, Lucas. Dein Flehen, die einzelne Träne…"

"Und ich hab mich fast schuldig gefühlt, Dich erschießen zu müssen."

"Nur, Lucas, wie bekommen wir Dich jetzt aus Russland raus?"

"Momentan noch gar nicht. Ich habe den Russen zwar nichts erzählt, aber ich habe Intel aufgeschnappt und ich wüsste gerne, was ihr davon haltet."

Lucas: "Sagt euch Richard Preston was?"

Ich zucke mit den Schultern, Eoin kratzt sich am Kopf. "Schreibt der nicht so wissenschaftlichen Kram, oder verwechsel ich ihn jetzt mit seinem Bruder?"

"Nee, nee, da bist du schon auf der richtigen Fährte. Er hat vor etwa 10 Jahren ein Buch geschrieben mit dem Titel "Demon in the Freezer."

"Oh, jetzt klingelt was bei mir. Ging's da nicht um waffenfähig veränderte Viren?"

"Genau, John, um Orthopoxvirus variola. Also schwarze Blattern. Ohne Impfung beträgt die Sterblichkeitsrate je nach Virenstamm 30 - 90%. Man kann nur vorbeugend impfen, ein Heilmittel gibt es bislang nicht. Im zweiten Weltkrieg haben die Amis einen fast resistenten Stamm gezüchtet. Die Wirksamkeit wurde getestet, in dem die USAF russische Patrouillienschiffe damit besprüht haben.

Die Russen waren irgendwann ziemlich angefressen, dass ihre Soldaten en masse die Zeitung abbestellt haben und suchten nach einem Impfstoff.

Aber Regierung wäre nicht Regierung, wenn man nicht gleichzeitig einen Racheplan ausheckt.

Also hat die UdSSR selbst in verschiedenen Laboratorien experimentiert.

Ende der 50er hat man in einer sibirischen Stadt einen Feldversuch gemacht.

Zivile Löschflugzeuge haben die Stadt mit einer Lösung besprüht, die den genetisch veränderten Virenstamm in geringer Auflösung enthalten hat. Da die Krankheit als Tröpfcheninfektion beim Husten übertragen wird, fühlen sich die Viren in feucht-warmer Umgebung also richtig wohl.

Die Amis bekamen Wind von der Aktion, als ihr Spionagesatellit über Wochen das gleiche Bild der Stadt gezeigt hat. Also, Autos, die immer am selben Ort standen, Menschen, die sich nicht bewegen etc.

Die ganze Stadt war im wahrsten Sinne des Wortes ausgestorben. Fast 1.000 Menschen und Tiere, die nicht wussten, wie ihnen geschah, sind verendet.

Gott sei Dank kam es im kalten Krieg nicht dazu, dass diese Waffe eingesetzt wurde. Nach dem Fall der UdSSR wurden die meisten Laboratorien wegen Geldmangels aufgegeben. Aber es hat sich niemand die Mühe gemacht, diese und andere Viren zu zerstören.

Also konnte sich jeder, der in der Lage war, in ein leerstehendes Gebäude einzubrechen und einen Kühlschrank zu öffnen, bedienen.

Ich frage mich, wie viele dem wohl zum Opfer gefallen sind. Ähnlich wie bei den verstrahlten Sachen, die man aus Tschernobyl und Pripyat geklaut und dann vertickt hat.

Seit einiger Zeit scheinen aber keine Plünderer mehr im Spiel zu sein, sondern die Viren werden aus den alten Labors gezielt geklaut. Es scheint so, als würde die Spur nach UK führen. Und ich frage mich, wer dort wohl die Viren haben könnte und für welchen Zweck. Denn der FSB scheint ausnahmsweise mal nicht die Finger drin zu haben. Wir müssen unbedingt Harry informieren!“


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