The Mysterious Neighbour by MaggyMae
Summary:

Salome verlässt ihre Heimat mit leichtem Herzen und lernt auf recht unangenehme Art und Weise einen Nachbarn kennen, mit dem sie fortan eine gespaltene Beziehung haben wird...denn einerseits entwickelt sie sich zu einem Fan seiner Arbeit und andererseits wird der Nachbar selbst zu einem Freund.

Doch wo zieht man die Grenze zwischen einem fiktiven Traummann und einem gemütlichen Nachbarn?

 

Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, Schauplätze etc. sind Eigentum der jeweiligen rechtmäßigen Besitzer. Die Originalcharaktere und Originalhandlung sind Eigentum des Autors. Der Autor ist in keiner Weise mit den Besitzern, Erschaffern oder Produzenten irgendeiner Medienkonzession verbunden. Vorsätzliche Verstöße gegen das Urheberrecht sind nicht beabsichtigt.

Alle Personen und Geschichten die genannt werden gehören ihrem rechtlichen Besitzer und alle Andern gehören mir :)


Categories: Richard Armitage, Matthew Macfadyen, Realfiction, Weitere Schauspieler, Novel-length Characters: Richard Armitage
Genres: Romanze
Warnings: Erotik
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 95 Completed: Ja Word count: 115346 Read: 299930 Published: 07 Nov 2011 Updated: 14 Dec 2011
Kapitel 92 by MaggyMae

92.

Parker konnte sich nur über den Mut und die Ausdauer dieser Frau wundern und während das Tonband brav mitlief, lehnte er sich gegen die Wand, abwartend, befürchtend.

„Gustav?“ fragte Salome sanft als sie nur das leise Röcheln vernahm.

„Salome, du hast meinen Sohn getötet.

Meinen Erstgeborenen, meinen Erben, mein Kind, mein Fleisch und Blut, mein ganzer Stolz.“

„Ja Gustav.“ Was sollte sie auch anders sagen?

„Es tut mir leid, denn was passiert ist, ist auch meine Schuld.“

Salome schnappte nach Luft, sie hätte alles erwartet, aber nicht das.

„Ich habe dich nie geliebt, ja ich habe dich nicht einmal gemocht.

Ich wurde von einer Frau großgezogen die ein halber Mann war und ich habe zwei Frauen geheiratet die an sich ruhig und freundlich waren, sanft halt.

Du warst nie sanft und meine Söhne waren groß, ich hatte keine Lust ein kleines Mädchen aufzuziehen.

Weißt du, du hast Matthias immer gefallen, aber ich habe ihm solche Gedanken verboten.

Wenn er dich gequält hat, habe ich ihn nie gescholten wie er es verdient hätte.

Insgeheim war ich sogar stolz, dass er sich gegen dich wehrte.“

Ein tiefer Schmerz traf Salome als sie hörte was sie stets geahnt hatte.

Gustav hatte es nicht übersehen, er hatte beide Augen fest zugedrückt.

Er hatte sie allein gelassen und sich über ihren Schmerz insgeheim gefreut.

„Und jetzt ist mein Sohn tot weil du eine Hexe bist.

Weil ich ein schlechter Vater bin und ihm nie klargemacht habe, dass du seine Schwester bist und dass er dich beschützen muss und nicht bekämpfen.

Dieser hilflose Hass ist sein Erbe und wurde zu seinem Todesurteil.

Wäre ich nur durch deine Hand gestorben…“

„Nein Gustav, sag das nicht.

Es tut mir leid und du musst mir glauben wenn ich sage, dass ich ihn nicht töten wollte.

Es war Notwehr oder Prävention, aber ICH habe ihm keine Gewalt angetan nur um ihm Gewalt anzutun.

Ich würde dir gerne wiedersprechen, aber ich denke du hast Recht.

Du hast dich nie für mich eingesetzt, du hast gegen mich gehetzt und als du bei meiner Mutter auf taube Ohren gestoßen bist hast du deine eigenen Söhne mit deinem Hass vergiftet.

Du hast ihre und meine Kindheit verdorben durch eine Eifersucht die grundlos war.

Und wieso hast du es versäumt Matthias zu sagen, dass er mich nicht haben kann weil ich seine Stiefschwester war?
Wieso hast du ihn glauben lassen, dass ich ihn seinetwegen ablehnte?

Du weißt genau, dass er mich geschlagen hat und es tut weh zu wissen, dass du es jedes Mal wusstest und es nicht für nötig gehalten hast ein kleines Mädchen zu beschützen.

Niemand hat von dir verlangt mich zu erziehen oder mich zu lieben, aber du hättest gerecht sein können und diese Ungerechtigkeit und dieser schwelende Zorn haben deinen Sohn verrückt gemacht.

Er hat versucht Gerechtigkeit zu finden und fand nur den Tod.

Er rächte all die Male an denen ich aus Verzweiflung gewonnen hatte und er rächte die Jahre der Stille zu der du mich verdammt hast.

Du hättest das alles verhindern können, aber du hast mir meine Jugend gestohlen und deinem eigenen Sohn die Möglichkeit auf ein sorgenfreies Leben.

Verstehst du? Siehst du, dass er auch dich rächen wollte?“

Salome schämte sich ihrer harschen Worte, aber Gustav musste sehen, dass sie nicht die einzige Schuldige war.

„Je n’ai pas, je vous le jure, voulu ce qui s’est passé, la vengeance n’est pas ma nature, mais pourtant oui, je l’ai vengé.

Vous qui vous détestez tant, comment voulez-vous, nous juger ? Nous sommes tous les trois vos enfants, c’est vous seuls qui les avez tués. Nous ne sommes que des mimes, à imiter vos crimes.“

Zitierte Salome leise die Zeilen eines Liedes das sie kannte und mochte.

„Ich bin schuld an deinem Leid und ich bin schuld am Tod meines Sohnes, ja, du hast Recht.

Ich habe ihn vergiftet und ich bezahle meinen gerechten Preis.“

Und dann sehr leise:

„Wen hat er angeschossen?“

„Ich weiß nicht ob du den kennst, der Mann heißt Richard Armitage.“

Salome biss sich auf die Lippe.

„Oh ja ich liebe ihn in Robin Hood.“

Salome verdrehte die Augen und erstarrte dann als ihr Stiefvater nach Luft schnappte.

„Oh ich hätte es verhindern können.“ Weinte er verzweifelt.

„Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.“ Versuchte Salome ihn zu trösten.

„Nein, du verstehst nicht. Er hat einen Zettel da gelassen.

Ich dachte da steht I’ll fulfill a mirage, aber da stand I’ll kill Armitage.

Der Junge hat eine so unleserliche Schrift.“

Salome konnte ihren Ohren nicht trauen, Matthias hatte einen Brief hinterlassen und ihr Stiefvater hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht ihn genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Und was für ein Zaubertrick sollte das deiner Meinung nach sein?“

Salome schluchzte trocken als ihr bewusst wurde, dass Gustav sie alle hätte retten können.

„Ich weiß es nicht. Ich hätte eine derartige Tat niemals erwartet.

Ich hätte es ihm nicht einmal zugetraut.

Lebt der Mann?“

Salome ließ ihre Augen über das Gesicht wandern das sie so liebte und das sie fast für immer verloren hätte.

„À peine.“ Murmelte sie und drängte die Tränen, die nun doch unaufhörlich flossen zurück.

„Er war mein Sohn und es tut mir leid, dass er versucht hat dir das anzutun.“
„Wirklich?“ Salome war grausam, aber sie musste es wissen.

„Ja wirklich. Ich habe zu spät gemerkt was ich versäumt hatte und auch das tut mir leid, ich hoffe nur David ein besserer Vater zu sein als meinen eigenen Söhnen und dir.“

„Ich brauchte keinen Vater, ich brauchte keinen Liebhaber, das habt ihr nur nicht verstanden.

Ich brauchte damals vor allem Freunde, aber ich habe keine gefunden und das ist zum Teil mindestens eure Schuld, aber auch meine.

Ich hoffe ich kann DCT eine bessere Schwester sein als ich deinen Söhnen war.

Es tut mir so schrecklich leid und wenn du willst, dann komme ich auch zur Beerdigung, wenn du aber nicht willst, dann tue ich es nicht.“

Salome sprach bevor sie nachdachte, aber sie musste für beide Seiten da sein und auch wenn Matthias durch ihre Hand gestorben war, konnte sie ihm als ihrem Stiefbruder doch die letzte Ehre erweisen.

„Nein. Es wird keine Zeremonie geben. Ich will nicht einmal, dass deine Mutter kommt.

Oder sein Bruder. Aus Matthias wird kein Märtyrer gemacht.

Er hat sich falsch verhalten und diese Schande wird er mit mir und mit niemandem sonst teilen an dem Tag an dem ich meinen Sohn der Erde übergebe.“

Salome bewunderte Gustavs Mut und sie wusste, dass er etwas wieder gutzumachen versuchte, was er nicht mehr ändern konnte.

Er war jetzt der Waise seines eigenen Kindes in einer Art und Weise und Salome wusste wie sehr er dieses Kind geliebt hatte und wie tief dessen Verrat ihn treffen musste.

„Kind, du musst müde sein.

Ich hoffe es geht dir gut, nein, das hoffe ich wirklich.

Richte allen meine ehrliche Entschuldigungen aus, ich wollte das nie und ich werde ab dem heutigen Tag mit dem Wissen leben müssen, dass mein Sohn ein Mörder ist und dass es meine Schuld ist, dass es überhaupt so weit gekommen ist.

Bis bald Salome.

Ach ja, DCT wächst stetig, er wird ein großer Junge.

Ich hoffe er bekommt die blauen Augen deiner Mutter, mit diesen Namen sollte er wohl oder übel blaue Augen haben, findest du nicht?“

Und Salome verstand, dass das alles war was sie als Entschuldigung zu erwarten hatte von Seiten ihres Stiefvaters und so stimmte sie ihm zu und legte auf.

 

Richard schlug die Augen auf als er ihre Stimme hörte und sah sich einigermaßen verwirrt um.


 

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