The Mysterious Neighbour by MaggyMae
Summary:

Salome verlässt ihre Heimat mit leichtem Herzen und lernt auf recht unangenehme Art und Weise einen Nachbarn kennen, mit dem sie fortan eine gespaltene Beziehung haben wird...denn einerseits entwickelt sie sich zu einem Fan seiner Arbeit und andererseits wird der Nachbar selbst zu einem Freund.

Doch wo zieht man die Grenze zwischen einem fiktiven Traummann und einem gemütlichen Nachbarn?

 

Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, Schauplätze etc. sind Eigentum der jeweiligen rechtmäßigen Besitzer. Die Originalcharaktere und Originalhandlung sind Eigentum des Autors. Der Autor ist in keiner Weise mit den Besitzern, Erschaffern oder Produzenten irgendeiner Medienkonzession verbunden. Vorsätzliche Verstöße gegen das Urheberrecht sind nicht beabsichtigt.

Alle Personen und Geschichten die genannt werden gehören ihrem rechtlichen Besitzer und alle Andern gehören mir :)


Categories: Richard Armitage, Matthew Macfadyen, Realfiction, Weitere Schauspieler, Novel-length Characters: Richard Armitage
Genres: Romanze
Warnings: Erotik
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 95 Completed: Ja Word count: 115346 Read: 299935 Published: 07 Nov 2011 Updated: 14 Dec 2011
Kapitel 81 by MaggyMae

81.

Und da war er, ein einfacher weißer Umschlag, den Salome hektisch aufriss.

Drin war ein Blatt Papier das sagte, dass sie und Sue mit einem Privatjet nach Neuseeland geflogen werden würden.

In einem Privatjet…

Salome hatte noch nie einen so plumpen Entführungsversuch in ihrem ganzen Leben gesehen und ein bodenloser Schmerz übermannte sie.

Also doch alles nur Charade, dachte Salome enttäuscht, hob ihre Briefe auf und trottete niedergeschlagen Richtung Haus.

 

Währenddessen ließ Robert die Telefondrähte heiß laufen.

Sue hatte ihm gestern noch erklärt, dass sie und Salome die Chance hatten mit Macfadyen Armitage besuchen zu gehen, was an sich schon komplett unwahrscheinlich klang.

Außer, dachte Robert, außer einer der beiden besagten Männer hatte da seine Finger im Spiel hatte und genau das versuchte er jetzt herauszufinden, aber wie gelangte man an die Handynummer eines Mannes von Matthews Kaliber?

Er hatte seine Armee von Managern und Helfershelfern angerufen, welche sich nicht einmal die Mühe gemacht hatten sich oder ihn zu fragen was ihn um 8 Uhr in der Früh dazu trieb einen bestimmten Mann anrufen zu wollen und so hatten die bei andern Bürohengsten angerufen, welche natürlich protestiert hatten und nach 2 Stunden zäher Verhandlungen und Anrufen rund um die Welt, weil man ja immerhin jeden um Hilfe gebeten hatte den man nur bitten konnte, hielt Robert die Nummer in der Hand.

„Hallo?“ meldete sich Matthew verschlafen.

„Sag mir. Hast du etwas mit diesem Gewinnspiel zu tun?“

Matthew schüttelte den Kopf und tapste in die Küche um Kaffee aufzubrühen, denn er hatte keine Ahnung von was der Mann am andern Ende sprach.

„Wer sind Sie?“ murmelte er verschlafen und rieb sich die Augen.

„Ich bin’s Rob. Ich war gestern bei den Mädchen. Weißt du etwas über diese ominöse Reise?“

Ein Lichtchen blinkte auf und es war nicht das von der Kaffeemaschine.

„Ehm…ja.“

„Sag mal spinnst du? Das Ganze klingt als wolle jemand sie in irgendein Mafialager schleppen um sie als Prostituierte zu verkaufen.“

„Ja ich weiß. Aber mir ist echt nichts Besseres auf die Schnelle eingefallen.“

„Wie wär es damit gewesen: einfach fragen ob sie Richard besuchen wollen?“

„Aber…dann…Sue.“

Kaffee, dachte Matthew verzweifelt als er seinem eigenen Gestammel zuhörte.

„Sie muss es eh irgendwann erfahren. Jetzt fehlt nur noch, dass du einen Privatjet angeheuert hast.“

Matthew trank gierig den ersten Schluck und verbrannte sich prompt.

„AU…Kacke, ja das habe ich wieso?“
Robert rieb sich die Stirn, wie konnte ein so intelligenter Mann so was Dummes tun?

„Weil das noch mehr nach legitimer Entführung aussieht.“

„Dann komm du doch mit.“ Motzte Matthew.

„Das werde ich.“ Motzte Robert zurück, verabschiedete sich und machte sich auf den Weg zu den Damen, in der Hoffnung, dass diese noch nicht die Polizei verständigt hatten.

 

Als er eintrat schlug ihm eine Stimmung wie bei einer Beerdigung entgegen.

„Hallo.“ Sprach er fast zaghaft und erschrak als er Salomes verweinte Augen sah.

Sie liebte Richard und er liebte sie und es gab einen Grund wieso Matthew das Ganze so übers Knie gebrochen hatte, fiel es Robert auf einmal ein und sein Blick wurde weich.

„Was ist denn passiert?“ fragte er leise und legte Salome die Hand auf die Schulter.

Schluchzend warf sie sich ihm in die Arme und er hielt dieses Bündel Gefühle fassungslos und doch berührt von so viel ehrlicher Verzweiflung.

„Es…war…alles…eine...Lüge.“ weinte sie und er strich ihr beruhigend über den Rücken.

Oh ja, das hatten die beiden Alten sehr gut ausgeheckt, dachte er angewidert während Salome das Tote Meer über ihn regnen ließ.

„Pscht, alles wird gut Süße.“

„Nein.“ Heulte sie und er legte seine Wange sanft auf ihren bebenden Kopf.

Sue sah ihn fragend und in stummer Verzweiflung an, Salome weinte also schon länger und Sue hatte keine Ahnung wieso, sie verstand nicht wie eine Frau von der sie gedacht hatte, dass sie für Stars und Sternchen nichts übrig hatte sich so aufregen konnte.

Außerdem erinnerte sich Susan sehr genau an Salomes schlechte Laune als sie Armitage damals im Restaurant getroffen hatten.

Natürlich war sie damals verletzt gewesen, aber sie hatte wirklich nicht so ausgesehen als hätte sie wirklich Lust den Mann zu sehen und jetzt weinte sie sich die Augen wund, weil sie ihn nicht treffen konnte.

Sue hinterfragte Salomes Handeln nicht, nie, aber sie wunderte sich doch und vor allem war sie beunruhigt ihre auf einmal so stille Freundin so verzweifelt zu sehen.

Diese Frau war nicht mehr die Salome die sie einst gekannt hatte, was nicht bedeutete, dass Sue diese neue Salome weniger mochte, aber sie erstaunte Sue, weil sie so ernst und so erwachsen war und ein Verhalten an den Tag legte das Sue niemals von Salome erwartet hätte.

 

Robert sah wie ein Herz vor Kummer brach und beschloss, dass er keine Rücksicht auf die andern beiden nehmen konnte.

„Ich habe heute mit Macfadyen telefoniert und ja an seine Nummer zu kommen war ungefähr so schwer wie ihr euch das jetzt gerade vorstellt.

Also er sagt er erwartet uns am Montagmorgen am Flughafen.

Es ist nicht alles eine Lüge, es ist nur sehr schlecht geplant.“

Die Worte purzelten aus seinem Mund und auf einmal versteifte sich Salome in seinen Armen.

„Geplant?“ flüsterte sie mit gefährlicher Ruhe und dann wurde ihre Stimme noch leiser, so leise, dass nur Rob sie hören konnte.

„Dieses Aas, er hat das geplant nicht wahr? Ich bringe ihn um.“

Robert erkannte, dass er Matthew wirklich keinen Gefallen getan hatte, aber er nickte unauffällig und grinste entschuldigend.

Es war Samstagnachmittag und es gab noch eine Menge zu tun, also löste sich Salome von ihm und sah Sue stattdessen abwartend an.

„Nein, nein, nein.“ Sprach diese paralysiert.

„Du und Rambo hier, du und Salome ihr habt da eine Geheimsprache die ich einfach nicht verstehe. Was soll das? Fliegen wir jetzt doch oder wie?“
„Sieht wohl so aus.“ Rob hob die Schultern und wartete ab wie die Frauen reagieren würden.

Sues Gedanken rasten, konnte sie im Ernst so früh nach ihrer Einstellung schon eine Pause anfragen?

Sie war die verdammte Geschäftsführerin und außer ab und zu neue Brotkreationen auszuprobieren hatte sie gar nichts zu tun, aber sollte sie es wirklich wagen?

Und wieso sah Salome jetzt auf einmal wieder so wütend aus?

Sue beschloss sich wie so oft einfach keine Fragen zu stellen und hob die Schultern in einer unbewussten Spiegelung von Robs Gestik.

Sie würde halt Siobhan anrufen und ihr Bescheid geben.

„Dann lasst uns packen.“ Sprach sie schwach.

„Du kannst deinem Freund Macfadyen etwas ausrichten.“ Keifte Salome leise und drohend.

Er ist auch dein Freund, sagte Roberts Blick wortlos, doch ihr Ausdruck wurde wenn möglich noch ein klein wenig schärfer.

„Und das wäre?“ fragte Rob, auf das Schlimmste gefasst.
„Dass ich ganz genau zwei Dinge sicher mitbringe: Meinen Hund und ein ganzes Waffenarsenal.“

 

Der Mann lächelte als er die Tickets buchte und begann zeitgleich mit Salome, die weit weg von ihm war, seine Waffen zu zersetzen und zu verstecken, bereit für die Abreise und bereit für den Tod eines Engels.


Diese Geschichte ist archiviert auf http://rafanfiction.janeites.net/viewstory.php?sid=174