The Mysterious Neighbour by MaggyMae
Summary:

Salome verlässt ihre Heimat mit leichtem Herzen und lernt auf recht unangenehme Art und Weise einen Nachbarn kennen, mit dem sie fortan eine gespaltene Beziehung haben wird...denn einerseits entwickelt sie sich zu einem Fan seiner Arbeit und andererseits wird der Nachbar selbst zu einem Freund.

Doch wo zieht man die Grenze zwischen einem fiktiven Traummann und einem gemütlichen Nachbarn?

 

Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, Schauplätze etc. sind Eigentum der jeweiligen rechtmäßigen Besitzer. Die Originalcharaktere und Originalhandlung sind Eigentum des Autors. Der Autor ist in keiner Weise mit den Besitzern, Erschaffern oder Produzenten irgendeiner Medienkonzession verbunden. Vorsätzliche Verstöße gegen das Urheberrecht sind nicht beabsichtigt.

Alle Personen und Geschichten die genannt werden gehören ihrem rechtlichen Besitzer und alle Andern gehören mir :)


Categories: Richard Armitage, Matthew Macfadyen, Realfiction, Weitere Schauspieler, Novel-length Characters: Richard Armitage
Genres: Romanze
Warnings: Erotik
Challenges: Keine
Series: Keine
Chapters: 95 Completed: Ja Word count: 115346 Read: 299926 Published: 07 Nov 2011 Updated: 14 Dec 2011
Kapitel 64 by MaggyMae

64.

„Es tut mir leid, wie dumm von mir.“ Murmelte Salome bevor Richard etwas zu ihren Tränen sagen konnte.

„Ich wünsche dir eine gute Reise, sieh zu, dass du genug isst und dich nicht erkältest.“

Salome kämpfte um ihre Selbstbeherrschung und scheiterte jämmerlich, denn immer noch tränten ihre Augen wie ein Wasserhahn der ein Leck hatte.

„Salome…“ Richard wusste nicht genau was er sagen sollte, ihre Tränen paralysierten ihn wie jeden Mann auf der Welt, weil er wusste, dass sie seinetwegen weinte.

„Nein, ich bin nur töricht. Mir geht es gut, mach dir keine Sorgen.“

Salome zwang sich zu lächeln, aber wieder scheiterte sie und alles was sie zu Stande brachte war eine sehr armselige Grimasse.

„Salome…Es tut mir sehr leid und ich bin froh, dass du gleich gekommen bist. Du hast mir sehr gefehlt.“

Sie lächelte Richard warm an und küsste ihn auf die Wange.

„Ich hoffe es doch. Weißt du was? Ich werde mich mit Guy anfreunden. Ich werde mir so verdammt viele Filme reinziehen, dass ich Quadrataugen bekomme und dann werde ich meine Sehnsucht dazu bringen mich in den Schlaf zu wiegen.“

Richard verzog den Mund.

„Und ich? Was bleibt mir von dir? Ich habe diese wertvollen Erinnerungen und die Sehnsucht nach dir im Herzen, aber…“

„Du darfst ein Foto von mir machen wenn du willst, auch wenn ich im Moment gerade schrecklich aussehen muss.“ Schlug Salome ihm spontan vor und er kam dieser Einladung mit Freuden nach.

„Danke.“ Wisperte er und küsste sie zärtlich.

 

„Ich werde Sue haben und du deine Arbeit. Wir werden es überleben, aber denk daran, dass hier jemand ist, der auf dich wartet und dich schrecklich vermisst.“

Richard zog sie auf seinen Schoß und murmelte fassungslos:

„Wie kannst du das nur tun? Woher hast du den Mut auszusprechen was in deinem Herzen keimt?“

Um diesen Mut beneidete er sie und es schmerzte ihn zu wissen, dass er niemals so einfach aussprechen konnte was er in sich drin empfand.

„Ich wurde so geboren Richard. Ich kann nicht lügen.
Du bedeutest mir sehr viel, du bist das Gesicht meiner neuen Heimat und die Stimme nach der ich mich in der Dunkelheit richte.

Ich weiß nicht ob du das wirklich hören willst, aber du bist der erste Mann der mir wirklich wichtig ist und dessen Verlust mir Schmerzen bereitet.“
Ihm klappte die Kinnlade runter im Angesicht einer solchen schonungslosen Ehrlichkeit.

„Wirklich? Oh ich wünschte ich fände die Worte dir zu sagen was du mir bist.

Wie sehr ich mich um dich sorge und wie viel es mir bedeutet, dass du jetzt hier bist, bei mir.“

Sie schmiegte sich noch enger an ihn und sog erneut seinen Duft in sich ein.

„Du bist eigentlich nicht die Art romantische Heldin wenn ich das so sagen darf.“

Salome kicherte und sah die Männer eingehend und intensiv an.

„Ich weiß, ich bin die kleine Chaotin, der Wirbelwind und doch werde ich an meinem Fenster stehen und schweigen, ich werde tausend verrückte Dinge tun und dabei daran denken wie gerne ich sie mit euch geteilt hätte.

Ich bin nicht die Art von Frau in die man sich Hals über Kopf verliebt, ich bin die Art von Frau die man liebgewinnt und die Andere Menschen liebgewinnt.

Und ich habe euch liebgewonnen, ich werde euch jede Sekunde vermissen und ich werde euch mit großen, anhimmelnden Augen betrachten wann immer der Fernseher zu meinem Fenster wird.

Oh ihr habt keine Ahnung wie neu das für mich ist und wie ihr mich kennt habe ich mich schnell damit abgefunden.

Ich weiß nämlich, dass dieses bisher so unnütze Stück Fleisch das mein Herz ist, sich nicht nach wertlosen Bastarden verzehren wird, sondern nach Menschen die so gut sind, dass sie jede einzelne Träne und jedes einzelne Gebet verdienen.“

 

„Du überschätzt uns maßlos.“ Meinte Matthew bescheiden und setzte sich neben die beiden.

„Als meine Welt erschüttert wurde, dachte ich, dass ich dich anrufen würde und dass du mir sagen würdest was zu tun ist. Habe ich mich geirrt?

Seltsam, ich denke ihr seht es wirklich nicht oder?“

„Was denn?“ schmunzelte Matthew und zupfte nebenbei das Kleid Salomes zurecht.

„Wie gut ihr zu mir wart.

Vorsicht sollte euer erstes Gebot sein und ich weiß sehr wohl, dass ich eine Gefahr für mich und mein Umfeld bin, dass ich euch der Schande preisgegeben habe an dem Abend an dem ich dachte ich müsste mich entjungfern lassen, dass ich euch kostbare Zeit gestohlen habe durch meine tausend dummen Ideen.

Ihr habt nie gerichtet, ihr habt nie verurteilt.

An jedem Tag wart ihr da, verdammt, ich bin wie ein Dummkopf über einen Kübel gestolpert und ihr habt mich gerettet, ihr habt mir einen Geschenkkorb geschickt.

Nichts davon wurde von euch verlangt und wenn ich diese Reportagen sehe und höre wie Sue leise seufzt, dann denke ich mir, dass ihr so viel gütiger seid als je eine Kamera es einfangen könnte.

Würde Dankbarkeit dick machen sähe Jabba the Hut neben mir wie eines von Lagerfelds Modeln aus.“

Salome lächelte immer noch und ihre Ehrlichkeit war kaum zu übersehen.

„Du machst es uns aber auch leicht.

Niemals hast du uns behandelt wie irgendwelche verschrobenen Stars, sonder wie Menschen und du bist so liebevoll, so freundlich, so sonnig, dass wir natürlich ein Stück davon abhaben wollten.

Salome, ehrlich, du siehst Menschen mit diesen funkelnden Knopfaugen an und diese Menschen wollen dir helfen, dich schützen und dich versorgen, weil du so wertvoll bist.

Du gibst den Menschen ein gutes Gefühl, das Gefühl schön und liebenswert zu sein und das merkst du nicht.“

Salome lachte laut auf: „Matthew, hast du schon mal in den Spiegel gesehen? Hast du deine eigene Stimme je gehört?“

„Ja…Wir sind beide nur Männer, getragen, geboren und aufgezogen.“

„Nein, das ist nicht wahr. Ihr seid himmlisch. Ihr seid das was man an barocken Wänden sieht, gleich neben der Jungfrau und auf einer goldenen Wolke stehend, eingehüllt in die Rüstung der Gerechten und das Licht der Liebe in der Hand.“

„Wir sind keine Engel Salome.“ Matthew musste lachen über diese Vorstellung.

„Für mich schon, für mich seid ihr genau das.“ Salome zögerte nicht ihre kindische, idealistische Vision preiszugeben.

„Oh Kleines, ich werde dich auch vermissen. Gott, was hatten wir Spaß, aber die Welt dreht sich weiter und es würde mich traurig stimmen zu wissen, dass dies nur ein Intermezzo gewesen sein soll. Wir werden dich wiedersehen, oder?“

Salome nickte langsam.

„Ich werde hier sein, wann immer ihr nach mir sucht werde ich genau hier sein und euren Schrein mit Weihrauch und Tränen bedecken.“

Angesichts der dummen Gesichter prustete Salome laut los.

Sie lachte und der Klang ihrer Stimme füllte den Raum mit schönen Erinnerungen und ihr kindlichen Freude die weder Grenzen noch Tabus kannte.

Diese drei Worte brannten auf Richards Zunge, aber sie wollten einfach nicht raus.

Er wollte ihr ja sagen wie sehr er an ihr hing, doch er konnte es einfach nicht, seine Angst vor ihrer Ablehnung oder ihrem Unverständnis saß zu tief.

Ihre Augen waren so aufgeweckt, ihr Lächeln so warm, aber er war sich nicht sicher, ob sie das was sie sagte auch so meinte und wie tief ihre Gefühle für ihn waren.

„Sag mal, Richard, bist du eigentlich mein „petit ami“, sind wir eigentlich so was wie ein Paar?“ fragte sie dann auf einmal und er war in der Tat um eine Antwort verlegen.

Diese Geschichte ist archiviert auf http://rafanfiction.janeites.net/viewstory.php?sid=174